Die Region Highlands

Viel Fläche, wenig Menschen
Die Highlands nehmen mit ca. 30.000km² die größte Fläche Schottlands ein, sind aber mit nur 232.000 Einwohnern eine der am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Abgegrenzt zu den tiefer gelegenen Lowlands werden sie von einer – auch aus der Luft deutlich erkennbaren – Linie, die sich von Ardmore am Firth of Forth durch den südlichen Loch Lomond bis Stonehaven im Nordosten zieht.

Zerklüftete Landschaft, Lochs & Brennerei-Geschichte
Geprägt wird diese nördlichste Landschaft Schottlands von den mehr als 300 Erhebungen der von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Bergketten, den tiefen Tälern und Schluchten, den Lochs wie dem berühmt-berüchtigten Loch Ness und den vielen Flüssen. Hier finden sich neben der höchst gelegenen Destillerie Dalwhinnie so berühmte Namen wie Oban, Dalmore oder Glenmorangie, die den in Schottland beliebtesten Single Malt Whisky herstellen. In den südlichen Highlands liegt die wahrscheinlich älteste aktive Brennerei Schottlands Glenturret, die schon im Jahr 1717 Whisky brannte – damals allerdings noch illegal. Die heutige Single Malt Brennerei existiert seit 1775 und produziert seit dieser Zeit bis auf eine Unterbrechung von 1929 bis 1959 Scotch. Die Highlands beherbergen mit Edradour auch die kleinste „legale“ Destillerie , die zwar nur 90.000 l im Jahr produzieren, dies aber schon seit 1837 - kleiner dürften die Brennblasen auch nicht sein, denn dann würden sie als transportabel und somit illegal gelten.

Jede Himmelsrichtung ein eigener Geschmack
Highland-Whiskys sind meist kräftig im Geschmack, können jedoch je nach Lage der Destillerien trotzdem stark variieren. In den nördlichen Highlands sind sie – wohl dank ihrer Küstenlage – eher kräftig, komplex, mit einer Spur Salz, herb und würzig. In den östlichen Landesteilen ähneln die Destillate auch wegen der örtlichen Nähe eher denen der Speyside, sie sind milder, malzig und süß. Der Süden liefert reichhaltige, teilweise cremige und fruchtige Malts, der Westen salzige und torfige mit einem Hauch Heidekraut. Die Perthshire-Whiskys aus den zentralen Highlands sind sehr vielschichtig, hier produzieren unter anderem die bereits erwähnten Glenturret, Edradour oder Dalwhinnie.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Highlands:

  • Aberfeldy Distillery
  • Balblair Distillery
  • Ben Nevis Distillery
  • Ben Wyvis Distillery (geschlossen)
  • Blair Athol Distillery
  • Brora Distillery (geschlossen)
  • Clynelish Distillery
  • Dalmore Distillery
  • Dalwhinnie Distillery
  • Deanston Distillery
  • Edradour Distillery
  • Fettercairn Distillery
  • Glen Albyn Distillery (geschlossen)
  • Glen Garioch Distillery
  • Glen Mhor Distillery (geschlossen)
  • Glen Ord Distillery
  • Glencadam Distillery
  • Glenesk Distillery (geschlossen)
  • Glengoyne Distillery
  • Glenlochy Distillery (geschlossen)
  • Glenmorangie Distillery
  • Glenturret Distillery
  • Glenugie Distillery (geschlossen)
  • Glenury Distillery (geschlossen)
  • Loch Lomond Distillery
  • Lochside Distillery (abgerissen)
  • Millburn Distillery (geschlossen)
  • North Port Distillery (abgerissen)
  • Oban Distillery
  • Pulteney Distillery
  • Royal Brackla Distillery
  • Royal Lochnagar Distillery
  • Speyside Distillery
  • Teaninich Distillery
  • Tomatin Distillery
  • Tullibardine Distillery
  • Wolfburn Distillery

 

Die Region Speyside

Speyside - das goldene Dreieck der Whisky-Herstellung
"Rome was build on seven hills,? Dufftown was built on seven stills." (schottische Redensart)
Das Herz der Highland-Malt-Liebhaber schlägt im „goldenen Dreieck“ der Speyside, einer Region in den südöstlichen Highlands, umrissen durch die Städte Buckie, Elgin und Forres entlang der Küste und entlang des Flusses Spey, der bei Buckie in die Nordsee mündet. Und Dufftown, Whisky-Fans heimliche Hauptstadt, liegt mittendrin und beherbergt die sprichwörtlichen sieben Destillerien, die alle nicht weiter als eineinhalb Kilometer vom Marktplatz entfernt sind.

Höchste Dichte an Single-Malt-Destillieren der Welt
Der Name Speyside dient der Zusammenfassung von ca. 50 Brennereien, die ihre Single Malts von den anderen schottischen Regionen abgrenzen wollten. Gemeinsam sollte ihnen sein der feine und runde Geschmack, mit wenig Torfanteil (die wenig bis gar nicht vorhandene Torfnote stammt nur aus dem Wasser). In diesem Rahmen erzeugen die Brennmeister eine Vielfalt an Single Malts: sie gelten unter Kennern als komplex und ausgewogen, ihre Spannbreite reicht von leicht und süß bis dunkel und sherryartig, sie erzielen Aromen von frischem Heidekraut, gerösteter Gerste, Nüssen, Eiche, lebhafte Kombinationen aus Früchten, Honig, Kräutern, und und und. Die bedeutendste Whiskyregion der Welt – nirgendwo gibt es mehr Brennereien als hier - zeigt ihre große Bandbreite.

Die großen Speyside-Brennereien
Einige der bekanntesten Destillerien der Speyside sind Aberlour, Cragganmore, Glenfiddich, Glen Grant oder Macallan. Nicht zu vergessen Glenlivet, deren Name in der Geschichte des Whiskys unsterblich wurde, denn so viele Destillerien wollten die herausragende Reputation dieses Namens nutzen und machten so Glenlivet - das Tal des Livet – zum "längsten Tal Schottlands".

Der Malt-Whisky-Trail
Lernen Sie die Speyside kennen und wandern Sie auf dem Malt Whisky Trail, auf dem sie mehrere Destillerien und eine Böttcherei besuchen können.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Speyside:

  • Aberlour Distillery
  • Allt-á-Bhainne Distillery
  • Ardmore Distillery
  • Auchroisk Distillery
  • Aultmore Distillery
  • Balmenach Distillery
  • Balvenie Distillery
  • Banff Distillery (abgerissen)
  • BenRiach Distillery
  • Benrinnes Distillery
  • Benromach Distillery
  • Braeval Distillery
  • Caperdonich Distillery (abgerissen)
  • Cardhu Distillery
  • Coleburn Distillery (geschlossen)
  • Convalmore Distillery (geschlossen)
  • Cragganmore Distillery
  • Craigellachie Distillery
  • Dailuaine Distillery
  • Dallas Dhu Distillery (geschlossen)
  • Dufftown Distillery
  • Glen Elgin Distillery
  • Glen Grant Distillery
  • Glen Keith Distillery
  • Glen Moray Distillery
  • Glen Spey Distillery
  • Glenallachie Distillery
  • Glenburgie Distillery
  • Glendronach Distillery
  • Glendullan Distillery
  • Glenfarclas Distillery
  • Glenfiddich Distillery
  • Glenglassaugh Distillery
  • Glenlivet Distillery
  • Glenlossie Distillery
  • Glenrothes Distillery
  • Glentauchers Distillery
  • Imperial Distillery (geschlossen)
  • Inchgower Distillery
  • Kininvie Distillery (eingemottet)
  • Knockando Distillery
  • Knockdhu Distillery
  • Linkwood Distillery
  • Longmorn Distillery
  • Macallan Distillery
  • Macduff Distillery
  • Mannochmore Distillery
  • Miltonduff Distillery
  • Mortlach Distillery
  • Parkmore Distillery (geschlossen)
  • Pittyvaich Distillery (abgerissen)
  • Speyburn Distillery
  • Strathisla Distillery
  • Strathmill Distillery
  • Tamdhu Distillery
  • Tamnavulin Distillery
  • Tomintoul Distillery
  • Tormore Distillery
  • Towiemore Distillery (teilweise abgerissen)

 

Die Region Lowlands

Von landwirtschafter Fokussierung zum industriellen Zentrum
Die schottischen Lowlands entwickelten sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vom Agrarland zum industriellen Herz Schottlands. Nach den „Säuberungen“ (engl. „Clearances”) durch englische und wohl auch einige schottische Großgrundbesitzer, die die Bevölkerung vor allem aus den Highlands, aber auch aus den Lowlands und von den Inseln vertrieben, um Schafwolle für den Weltmarkt produzieren zu können, wanderten die heimatlos Gewordenen aus oder zogen in die Städte des Südens, vor allem nach Glasgow und Edinburgh. Das sich bildende Proletariat wurde zur Grundlage für die industriellen Revolution, die aus dem Süden eine Industrieregion machte. Aber die Highländer und Insulaner, ebenso wie die aus dem hungernden Irland Eingewanderten wollten nicht auf ihren geliebten Whisky verzichten. So wuchs mit der Anzahl der (billigen) Arbeitskräfte auch die Anzahl der Destillerien.

Höhere Nachfrage lässt den Erfindergeist aufblühen
Die Produktion konnte jedoch mit der Nachfrage nicht Schritt halten, neue Verfahren waren vonnöten. Das von Robert Stein, dem damaligen Besitzer der Kilbagie Distillery in Clackmannanshire, entwickelte und dem Iren Aeneas Coffrey perfektionierte Patent-Still-Verfahren ermöglichte in kürzester Zeit große Mengen des begehrten „Wasser des Lebens“ herzustellen. Leider litten und leiden Tiefgang und Aroma, weshalb für einen gehaltvollen schmackhaften Single Malt Whisky weiterhin das althergebrachte Pot-Still-Verfahren genutzt wird.

Konkurrenzkampf, Prohibition in den USA & Weltwirtschaftskrise
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts mussten in Folge des enormen Konkurrenzkampfs, der Prohibition in den USA und der Weltwirtschaftskrise viele der kleinen Brennereien in den Lowlands schließen oder wurden von größeren geschluckt und dabei teilweise auch abgerissen. So gibt es heute nur noch Auchentoshan, Glenkinchie und Schottlands südlichste Brennerei Bladnoch. Die im Jahr 2005 gegründete und 20.000l/Jahr produzierende Daftmill-Destillerie wird voraussichtlich im Jahr 2016 ihre ersten Flaschen Single Malt abfüllen.

Viele Einsteiger-Whiskys unter den Lowland-Single-Malts
Der sanften Lowland-Landschaft entsprechen ihre „sanften“, weil milden und fruchtigen Whiskys; sie sind der ideale Einstieg für „Anfänger“, die sich langsam an dieses besondere „Wasser“ herantasten wollen.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Lowlands:

  • Auchentoshan Distillery
  • Auchtermuchty Distillery (teilweise abgerissen)
  • Bladnoch Distillery
  • Daftmill Distillery
  • Edinburgh Distillery (teilweise abgerissen)
  • Glenkinchie Distillery
  • Inverleven Distillery (abgerissen)
  • Kennetpans Distillery (geschlossen)
  • Kilbagie Distillery (abgerissen)
  • Kinclaith Distillery (abgerissen)
  • Ladyburn Distillery (abgerissen)
  • Littlemill Distillery (abgerissen)
  • Rosebank Distillery (teilweise abgerissen)
  • St. Magdalene Distillery (teilweise abgerissen)

 

Die Region Campbeltown

Das frühere Whisky-Mekka
Schottlands einstige Whiskyhauptstadt Campbeltown liegt direkt am Campbeltown Loch auf der Halbinsel Kintyre und ist die neben den Inseln die kleinste Whisky-Region Schottlands. Whiskyhauptstadt nannte sich Campbeltown mit Recht, denn in Hochzeiten brannten 34 Destillerien das damals besonders in den Vereinigten Staaten stark nachgefragte Getränk aus Schottland. Doch mit Einsetzen der Prohibition in den 1920er Jahren brach der Absatz drastisch ein, und die meisten Destillerien mussten schließen.

Wieder auf dem Weg zu alter Größe?
Nach wechselvoller Geschichte eröffnete Glengyle im Jahr 2004 wieder mit 60.000 l Produktionsvolumen und wird 2014 unter dem Namen Kilkerran (eine Reminiszenz an den alten Namen von Campbeltown, das bis ins 17. Jahrhundert Kinlochkilkerran hieß) erstmalig wieder einen 10-jährigen Single Malt anbieten können. Auch die beiden anderen heute noch bzw. wieder aktiven Destillerien Glen Scotia und Springbank blieben nicht vom schwächelnden Absatz verschont, brennen aber heute wieder größere Mengen des „Lebenswassers“: Glen Scotia ca. 750.000 l jährlich, Springbank sogar 2.000.000 l; sie zählt damit zu den größeren Brennereien in Schottland.

 

Whiskys-Brennereien aus der Region Campbeltown:

  • Albyn Distillery (abgerissen)
  • Ardlussa Distillery (geschlossen)
  • Argyll Distillery (geschlossen)
  • Benmore Distillery (geschlossen)
  • Burnside Distillery (geschlossen)
  • Campbeltown Distillery (geschlossen)
  • Dalaruan Distillery (geschlossen)
  • Dalintober Distillery (geschlossen)
  • Glen Nevis Distillery (teilweise abgerissen)
  • Glen Scotia Distillery
  • Glengyle Distillery
  • Glenside Distillery (abgerissen)
  • Hazelburn Distillery (geschlossen)
  • Kinloch Distillery (geschlossen)
  • Kintyre Distillery (geschlossen)
  • Lochhead Distillery (geschlossen)
  • Lochruan Distillery (geschlossen)
  • Longrow Distillery (geschlossen)
  • Meadowburn Distillery (geschlossen)
  • Rieclachan Distillery (geschlossen)
  • Springbank Distillery
  • Springside Distillery (geschlossen)

 

Die Region Islay

Einnahmequellen: Whisky & Touristen
Die Insel Islay ist die südlichste und fruchtbarste der Inneren Hebriden, die alle der schottischen Westküste vorgelagert sind. Die "Königin der Hebriden" ist nachweislich seit mindestens 12.000 Jahren besiedelt; einen dramatischen Schwund der Einwohnerzahl erlebte die Insel im 18. bis hinein ins 19. Jahrhundert, als die ansässigen Gutsherren, wie in vielen anderen Teilen Schottlands auch, die Menschen vertrieben, um Platz für die Schafzucht zu gewinnen. Zur Zeit leben hier wieder etwa 3.500 Menschen, davon ca. 900 im Hauptort Bowmore. Urlauber schätzen die Insel unter anderem wegen ihrer Ruhe und der wunderbaren und teils dramatischen Landschaft. Ein guter erster Anlaufpunkt für Touristen ist bspw. die Webseite Islay Info.

Warum die Islay Single Malts zu den besten der Welt gehören
Natürlich darf der Whisky in dieser Aufzählung nicht fehlen, denn für viele Whisky-Fans ist Islay das "Whisky-Mekka". Schon am Ende des 18. Jahrhunderts war er dank des Überflusses der hier hervorragend gedeihenden Gerste der herausragende Wirtschaftszweig. Zudem hatten die schlauen Insulaner herausgefunden, dass ihre Gerste nicht verfaulte, wenn sie über einem Torffeuer getrocknet wurde. Wunderbarer Nebeneffekt: der typische torfige Geschmack des damit hergestellten Whiskys! Verstärkt wird die torfige Note noch durch das weiche Wasser der langsam über die Moore fließenden Bäche, dessen Reinheit von keinerlei Industrie oder intensiver Landwirtschaft beeinträchtigt wird.

Die noch aktiven Destillerien
Die allesamt an der Küste liegenden Destillerien sind sich äußerlich sehr ähnlich: kleine weißgekalkte Gebäude, die Wind, Wetter und Salzwasser ausgesetzt sind. Und doch erzielen die Brennmeister ganz unterschiedliche Ergebnisse: die Malts von der Südküste sind mit ihrer Note von Jod und Seetang die stärksten, die des Nordens werden weicher und runder - mit einer Ausnahme: die Single Malts der an der Nordostküste gelegenen Brennerei Coal Ila, die ein unverwechselbar rauchiges und stark salziges Aroma aufweisen. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es 23 Destillerien, heute gibt es auf Islay wieder 8 alte und etablierte Destillerien: Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Lagavulin, Laphroaig und Kilchoman. Seit 2011 füllt Bruichladdich wieder unter dem Namen der alten Destillerie Port Charlotte ab. Fast alle Destillerien bieten Touren an, um Einblicke in die traditionsreiche Produktion des "Lebenswassers” zu bieten.

Whisky-Brennereien aus der Region Islay:

  • Ardbeg Distillery
  • Bowmore Distillery
  • Bruichladdich Distillery
  • Bunnahabhain Distillery
  • Caol Ila Distillery
  • Kilchoman Distillery
  • Lagavulin Distillery
  • Laphroaig Distillery
  • Lochindal / Port Charlotte Distillery (teilweise abgerissen)
  • Port Ellen Distillery (geschlossen)

 

Die Region weitere Inseln

Neben den Hauptregionen gibt es noch sechs weitere Inseln bzw. Inselgruppen deren Whiskys außer der auf Grund der Seeluft entstandenen leicht salzigen Note keinen gemeinsamen Charakter haben.

  • Insel Skye
  • Insel Arran
  • Insel Jura
  • Insel Lewis
  • Insel Mull
  • Orkney Inseln

 

Whisky-Brennereien aus der Region weitere Inseln:

  • Abhainn Dearg Distillery
  • Arran Distillery
  • Highland Park Distillery
  • Jura Distillery
  • Lagg Distillery (geschlossen)
  • Scapa Distillery
  • Talisker Distillery
  • Tobermory Distillery
Die Region Highlands Viel Fläche, wenig Menschen Die Highlands nehmen mit ca. 30.000km² die größte Fläche Schottlands ein, sind aber mit nur 232.000 Einwohnern... mehr erfahren »
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Die Region Highlands

Viel Fläche, wenig Menschen
Die Highlands nehmen mit ca. 30.000km² die größte Fläche Schottlands ein, sind aber mit nur 232.000 Einwohnern eine der am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Abgegrenzt zu den tiefer gelegenen Lowlands werden sie von einer – auch aus der Luft deutlich erkennbaren – Linie, die sich von Ardmore am Firth of Forth durch den südlichen Loch Lomond bis Stonehaven im Nordosten zieht.

Zerklüftete Landschaft, Lochs & Brennerei-Geschichte
Geprägt wird diese nördlichste Landschaft Schottlands von den mehr als 300 Erhebungen der von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Bergketten, den tiefen Tälern und Schluchten, den Lochs wie dem berühmt-berüchtigten Loch Ness und den vielen Flüssen. Hier finden sich neben der höchst gelegenen Destillerie Dalwhinnie so berühmte Namen wie Oban, Dalmore oder Glenmorangie, die den in Schottland beliebtesten Single Malt Whisky herstellen. In den südlichen Highlands liegt die wahrscheinlich älteste aktive Brennerei Schottlands Glenturret, die schon im Jahr 1717 Whisky brannte – damals allerdings noch illegal. Die heutige Single Malt Brennerei existiert seit 1775 und produziert seit dieser Zeit bis auf eine Unterbrechung von 1929 bis 1959 Scotch. Die Highlands beherbergen mit Edradour auch die kleinste „legale“ Destillerie , die zwar nur 90.000 l im Jahr produzieren, dies aber schon seit 1837 - kleiner dürften die Brennblasen auch nicht sein, denn dann würden sie als transportabel und somit illegal gelten.

Jede Himmelsrichtung ein eigener Geschmack
Highland-Whiskys sind meist kräftig im Geschmack, können jedoch je nach Lage der Destillerien trotzdem stark variieren. In den nördlichen Highlands sind sie – wohl dank ihrer Küstenlage – eher kräftig, komplex, mit einer Spur Salz, herb und würzig. In den östlichen Landesteilen ähneln die Destillate auch wegen der örtlichen Nähe eher denen der Speyside, sie sind milder, malzig und süß. Der Süden liefert reichhaltige, teilweise cremige und fruchtige Malts, der Westen salzige und torfige mit einem Hauch Heidekraut. Die Perthshire-Whiskys aus den zentralen Highlands sind sehr vielschichtig, hier produzieren unter anderem die bereits erwähnten Glenturret, Edradour oder Dalwhinnie.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Highlands:

  • Aberfeldy Distillery
  • Balblair Distillery
  • Ben Nevis Distillery
  • Ben Wyvis Distillery (geschlossen)
  • Blair Athol Distillery
  • Brora Distillery (geschlossen)
  • Clynelish Distillery
  • Dalmore Distillery
  • Dalwhinnie Distillery
  • Deanston Distillery
  • Edradour Distillery
  • Fettercairn Distillery
  • Glen Albyn Distillery (geschlossen)
  • Glen Garioch Distillery
  • Glen Mhor Distillery (geschlossen)
  • Glen Ord Distillery
  • Glencadam Distillery
  • Glenesk Distillery (geschlossen)
  • Glengoyne Distillery
  • Glenlochy Distillery (geschlossen)
  • Glenmorangie Distillery
  • Glenturret Distillery
  • Glenugie Distillery (geschlossen)
  • Glenury Distillery (geschlossen)
  • Loch Lomond Distillery
  • Lochside Distillery (abgerissen)
  • Millburn Distillery (geschlossen)
  • North Port Distillery (abgerissen)
  • Oban Distillery
  • Pulteney Distillery
  • Royal Brackla Distillery
  • Royal Lochnagar Distillery
  • Speyside Distillery
  • Teaninich Distillery
  • Tomatin Distillery
  • Tullibardine Distillery
  • Wolfburn Distillery

 

Die Region Speyside

Speyside - das goldene Dreieck der Whisky-Herstellung
"Rome was build on seven hills,? Dufftown was built on seven stills." (schottische Redensart)
Das Herz der Highland-Malt-Liebhaber schlägt im „goldenen Dreieck“ der Speyside, einer Region in den südöstlichen Highlands, umrissen durch die Städte Buckie, Elgin und Forres entlang der Küste und entlang des Flusses Spey, der bei Buckie in die Nordsee mündet. Und Dufftown, Whisky-Fans heimliche Hauptstadt, liegt mittendrin und beherbergt die sprichwörtlichen sieben Destillerien, die alle nicht weiter als eineinhalb Kilometer vom Marktplatz entfernt sind.

Höchste Dichte an Single-Malt-Destillieren der Welt
Der Name Speyside dient der Zusammenfassung von ca. 50 Brennereien, die ihre Single Malts von den anderen schottischen Regionen abgrenzen wollten. Gemeinsam sollte ihnen sein der feine und runde Geschmack, mit wenig Torfanteil (die wenig bis gar nicht vorhandene Torfnote stammt nur aus dem Wasser). In diesem Rahmen erzeugen die Brennmeister eine Vielfalt an Single Malts: sie gelten unter Kennern als komplex und ausgewogen, ihre Spannbreite reicht von leicht und süß bis dunkel und sherryartig, sie erzielen Aromen von frischem Heidekraut, gerösteter Gerste, Nüssen, Eiche, lebhafte Kombinationen aus Früchten, Honig, Kräutern, und und und. Die bedeutendste Whiskyregion der Welt – nirgendwo gibt es mehr Brennereien als hier - zeigt ihre große Bandbreite.

Die großen Speyside-Brennereien
Einige der bekanntesten Destillerien der Speyside sind Aberlour, Cragganmore, Glenfiddich, Glen Grant oder Macallan. Nicht zu vergessen Glenlivet, deren Name in der Geschichte des Whiskys unsterblich wurde, denn so viele Destillerien wollten die herausragende Reputation dieses Namens nutzen und machten so Glenlivet - das Tal des Livet – zum "längsten Tal Schottlands".

Der Malt-Whisky-Trail
Lernen Sie die Speyside kennen und wandern Sie auf dem Malt Whisky Trail, auf dem sie mehrere Destillerien und eine Böttcherei besuchen können.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Speyside:

  • Aberlour Distillery
  • Allt-á-Bhainne Distillery
  • Ardmore Distillery
  • Auchroisk Distillery
  • Aultmore Distillery
  • Balmenach Distillery
  • Balvenie Distillery
  • Banff Distillery (abgerissen)
  • BenRiach Distillery
  • Benrinnes Distillery
  • Benromach Distillery
  • Braeval Distillery
  • Caperdonich Distillery (abgerissen)
  • Cardhu Distillery
  • Coleburn Distillery (geschlossen)
  • Convalmore Distillery (geschlossen)
  • Cragganmore Distillery
  • Craigellachie Distillery
  • Dailuaine Distillery
  • Dallas Dhu Distillery (geschlossen)
  • Dufftown Distillery
  • Glen Elgin Distillery
  • Glen Grant Distillery
  • Glen Keith Distillery
  • Glen Moray Distillery
  • Glen Spey Distillery
  • Glenallachie Distillery
  • Glenburgie Distillery
  • Glendronach Distillery
  • Glendullan Distillery
  • Glenfarclas Distillery
  • Glenfiddich Distillery
  • Glenglassaugh Distillery
  • Glenlivet Distillery
  • Glenlossie Distillery
  • Glenrothes Distillery
  • Glentauchers Distillery
  • Imperial Distillery (geschlossen)
  • Inchgower Distillery
  • Kininvie Distillery (eingemottet)
  • Knockando Distillery
  • Knockdhu Distillery
  • Linkwood Distillery
  • Longmorn Distillery
  • Macallan Distillery
  • Macduff Distillery
  • Mannochmore Distillery
  • Miltonduff Distillery
  • Mortlach Distillery
  • Parkmore Distillery (geschlossen)
  • Pittyvaich Distillery (abgerissen)
  • Speyburn Distillery
  • Strathisla Distillery
  • Strathmill Distillery
  • Tamdhu Distillery
  • Tamnavulin Distillery
  • Tomintoul Distillery
  • Tormore Distillery
  • Towiemore Distillery (teilweise abgerissen)

 

Die Region Lowlands

Von landwirtschafter Fokussierung zum industriellen Zentrum
Die schottischen Lowlands entwickelten sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vom Agrarland zum industriellen Herz Schottlands. Nach den „Säuberungen“ (engl. „Clearances”) durch englische und wohl auch einige schottische Großgrundbesitzer, die die Bevölkerung vor allem aus den Highlands, aber auch aus den Lowlands und von den Inseln vertrieben, um Schafwolle für den Weltmarkt produzieren zu können, wanderten die heimatlos Gewordenen aus oder zogen in die Städte des Südens, vor allem nach Glasgow und Edinburgh. Das sich bildende Proletariat wurde zur Grundlage für die industriellen Revolution, die aus dem Süden eine Industrieregion machte. Aber die Highländer und Insulaner, ebenso wie die aus dem hungernden Irland Eingewanderten wollten nicht auf ihren geliebten Whisky verzichten. So wuchs mit der Anzahl der (billigen) Arbeitskräfte auch die Anzahl der Destillerien.

Höhere Nachfrage lässt den Erfindergeist aufblühen
Die Produktion konnte jedoch mit der Nachfrage nicht Schritt halten, neue Verfahren waren vonnöten. Das von Robert Stein, dem damaligen Besitzer der Kilbagie Distillery in Clackmannanshire, entwickelte und dem Iren Aeneas Coffrey perfektionierte Patent-Still-Verfahren ermöglichte in kürzester Zeit große Mengen des begehrten „Wasser des Lebens“ herzustellen. Leider litten und leiden Tiefgang und Aroma, weshalb für einen gehaltvollen schmackhaften Single Malt Whisky weiterhin das althergebrachte Pot-Still-Verfahren genutzt wird.

Konkurrenzkampf, Prohibition in den USA & Weltwirtschaftskrise
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts mussten in Folge des enormen Konkurrenzkampfs, der Prohibition in den USA und der Weltwirtschaftskrise viele der kleinen Brennereien in den Lowlands schließen oder wurden von größeren geschluckt und dabei teilweise auch abgerissen. So gibt es heute nur noch Auchentoshan, Glenkinchie und Schottlands südlichste Brennerei Bladnoch. Die im Jahr 2005 gegründete und 20.000l/Jahr produzierende Daftmill-Destillerie wird voraussichtlich im Jahr 2016 ihre ersten Flaschen Single Malt abfüllen.

Viele Einsteiger-Whiskys unter den Lowland-Single-Malts
Der sanften Lowland-Landschaft entsprechen ihre „sanften“, weil milden und fruchtigen Whiskys; sie sind der ideale Einstieg für „Anfänger“, die sich langsam an dieses besondere „Wasser“ herantasten wollen.

 

Whisky-Brennereien aus der Region Lowlands:

  • Auchentoshan Distillery
  • Auchtermuchty Distillery (teilweise abgerissen)
  • Bladnoch Distillery
  • Daftmill Distillery
  • Edinburgh Distillery (teilweise abgerissen)
  • Glenkinchie Distillery
  • Inverleven Distillery (abgerissen)
  • Kennetpans Distillery (geschlossen)
  • Kilbagie Distillery (abgerissen)
  • Kinclaith Distillery (abgerissen)
  • Ladyburn Distillery (abgerissen)
  • Littlemill Distillery (abgerissen)
  • Rosebank Distillery (teilweise abgerissen)
  • St. Magdalene Distillery (teilweise abgerissen)

 

Die Region Campbeltown

Das frühere Whisky-Mekka
Schottlands einstige Whiskyhauptstadt Campbeltown liegt direkt am Campbeltown Loch auf der Halbinsel Kintyre und ist die neben den Inseln die kleinste Whisky-Region Schottlands. Whiskyhauptstadt nannte sich Campbeltown mit Recht, denn in Hochzeiten brannten 34 Destillerien das damals besonders in den Vereinigten Staaten stark nachgefragte Getränk aus Schottland. Doch mit Einsetzen der Prohibition in den 1920er Jahren brach der Absatz drastisch ein, und die meisten Destillerien mussten schließen.

Wieder auf dem Weg zu alter Größe?
Nach wechselvoller Geschichte eröffnete Glengyle im Jahr 2004 wieder mit 60.000 l Produktionsvolumen und wird 2014 unter dem Namen Kilkerran (eine Reminiszenz an den alten Namen von Campbeltown, das bis ins 17. Jahrhundert Kinlochkilkerran hieß) erstmalig wieder einen 10-jährigen Single Malt anbieten können. Auch die beiden anderen heute noch bzw. wieder aktiven Destillerien Glen Scotia und Springbank blieben nicht vom schwächelnden Absatz verschont, brennen aber heute wieder größere Mengen des „Lebenswassers“: Glen Scotia ca. 750.000 l jährlich, Springbank sogar 2.000.000 l; sie zählt damit zu den größeren Brennereien in Schottland.

 

Whiskys-Brennereien aus der Region Campbeltown:

  • Albyn Distillery (abgerissen)
  • Ardlussa Distillery (geschlossen)
  • Argyll Distillery (geschlossen)
  • Benmore Distillery (geschlossen)
  • Burnside Distillery (geschlossen)
  • Campbeltown Distillery (geschlossen)
  • Dalaruan Distillery (geschlossen)
  • Dalintober Distillery (geschlossen)
  • Glen Nevis Distillery (teilweise abgerissen)
  • Glen Scotia Distillery
  • Glengyle Distillery
  • Glenside Distillery (abgerissen)
  • Hazelburn Distillery (geschlossen)
  • Kinloch Distillery (geschlossen)
  • Kintyre Distillery (geschlossen)
  • Lochhead Distillery (geschlossen)
  • Lochruan Distillery (geschlossen)
  • Longrow Distillery (geschlossen)
  • Meadowburn Distillery (geschlossen)
  • Rieclachan Distillery (geschlossen)
  • Springbank Distillery
  • Springside Distillery (geschlossen)

 

Die Region Islay

Einnahmequellen: Whisky & Touristen
Die Insel Islay ist die südlichste und fruchtbarste der Inneren Hebriden, die alle der schottischen Westküste vorgelagert sind. Die "Königin der Hebriden" ist nachweislich seit mindestens 12.000 Jahren besiedelt; einen dramatischen Schwund der Einwohnerzahl erlebte die Insel im 18. bis hinein ins 19. Jahrhundert, als die ansässigen Gutsherren, wie in vielen anderen Teilen Schottlands auch, die Menschen vertrieben, um Platz für die Schafzucht zu gewinnen. Zur Zeit leben hier wieder etwa 3.500 Menschen, davon ca. 900 im Hauptort Bowmore. Urlauber schätzen die Insel unter anderem wegen ihrer Ruhe und der wunderbaren und teils dramatischen Landschaft. Ein guter erster Anlaufpunkt für Touristen ist bspw. die Webseite Islay Info.

Warum die Islay Single Malts zu den besten der Welt gehören
Natürlich darf der Whisky in dieser Aufzählung nicht fehlen, denn für viele Whisky-Fans ist Islay das "Whisky-Mekka". Schon am Ende des 18. Jahrhunderts war er dank des Überflusses der hier hervorragend gedeihenden Gerste der herausragende Wirtschaftszweig. Zudem hatten die schlauen Insulaner herausgefunden, dass ihre Gerste nicht verfaulte, wenn sie über einem Torffeuer getrocknet wurde. Wunderbarer Nebeneffekt: der typische torfige Geschmack des damit hergestellten Whiskys! Verstärkt wird die torfige Note noch durch das weiche Wasser der langsam über die Moore fließenden Bäche, dessen Reinheit von keinerlei Industrie oder intensiver Landwirtschaft beeinträchtigt wird.

Die noch aktiven Destillerien
Die allesamt an der Küste liegenden Destillerien sind sich äußerlich sehr ähnlich: kleine weißgekalkte Gebäude, die Wind, Wetter und Salzwasser ausgesetzt sind. Und doch erzielen die Brennmeister ganz unterschiedliche Ergebnisse: die Malts von der Südküste sind mit ihrer Note von Jod und Seetang die stärksten, die des Nordens werden weicher und runder - mit einer Ausnahme: die Single Malts der an der Nordostküste gelegenen Brennerei Coal Ila, die ein unverwechselbar rauchiges und stark salziges Aroma aufweisen. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es 23 Destillerien, heute gibt es auf Islay wieder 8 alte und etablierte Destillerien: Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Lagavulin, Laphroaig und Kilchoman. Seit 2011 füllt Bruichladdich wieder unter dem Namen der alten Destillerie Port Charlotte ab. Fast alle Destillerien bieten Touren an, um Einblicke in die traditionsreiche Produktion des "Lebenswassers” zu bieten.

Whisky-Brennereien aus der Region Islay:

  • Ardbeg Distillery
  • Bowmore Distillery
  • Bruichladdich Distillery
  • Bunnahabhain Distillery
  • Caol Ila Distillery
  • Kilchoman Distillery
  • Lagavulin Distillery
  • Laphroaig Distillery
  • Lochindal / Port Charlotte Distillery (teilweise abgerissen)
  • Port Ellen Distillery (geschlossen)

 

Die Region weitere Inseln

Neben den Hauptregionen gibt es noch sechs weitere Inseln bzw. Inselgruppen deren Whiskys außer der auf Grund der Seeluft entstandenen leicht salzigen Note keinen gemeinsamen Charakter haben.

  • Insel Skye
  • Insel Arran
  • Insel Jura
  • Insel Lewis
  • Insel Mull
  • Orkney Inseln

 

Whisky-Brennereien aus der Region weitere Inseln:

  • Abhainn Dearg Distillery
  • Arran Distillery
  • Highland Park Distillery
  • Jura Distillery
  • Lagg Distillery (geschlossen)
  • Scapa Distillery
  • Talisker Distillery
  • Tobermory Distillery
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