1- DAS TABAKPARADIES

Auf der Welt gibt es ohne Zweifel nur wenige Dinge, die zum Besten in ihrer Art zählen.
Eines davon ist die Habano – die Havanna-Cigarre.

An wenigen Orten der Welt werden so herausragende Tabake angebaut wie in Cuba. Aber selbst hier gibt es nur wenige Gebiete, die sich für den Anbau von Tabaken aus denen eine Habano gefertigt wird, eignen. 

TABAKANBAUGEBIETE

In Cuba gibt es vier Tabakregionen, in denen der Tabak geerntet wird, der für die mit der Ursprungsbezeichnung “Habano” geschützten Cigarren verwendet wird. Vuelta Arriba, Partido, Semi Vuelta und Vuelta Abajo
In dieser letztgenannten Region in der Provinz Pinar del Río werden die Tabake angebaut, die zum Besten der Welt zählen. Cuba besitzt eine einmalige Kombination von Klima und Bodenbeschaffenheit, die es an keinem anderen Ort der Welt gibt.

ART DES ANBAUS

Tabakpflanzen werden auf zwei verschiedene Arten angebaut, je nachdem, wofür die Tabakblätter später verwendet werden sollen. 

Die Deckblätter werden auf sogenannten Feldern des “Tabaco Tapado” (abgedeckten Feldern) angebaut. Diese Pflanzungen werden durch einen dünnen Stoff vor der Sonne geschützt, um eine weiche und glatte Textur des Blattes zu erreichen. 
Die unteren Blätter ergeben ein helleres Deckblatt.
Die oberen Blätter ergeben ein dunkleres Deckblatt. .

 Die Blätter für Einlage und Umblatt (Capote) werden unter voller Sonneneinstrahlung angebaut. Man unterscheidet drei Hauptarten:
Der  Ligero ist der kräftigste Tabak und gibt der Cigarre die geschmackliche Stärke. Er befindet sich am oberen Teil der Pflanze
Der Seco ist mittelkräftig und besonders wichtig für das Aroma.
Der  Volado befindet sich am unteren Teil der Pflanze und ist am wenigsten kräftig. Er wird  wegen seiner Brennbarkeit und seiner Funktion als Umblatt besonders geschätzt.

2- ANBAU, ERNTE UND TROCKNUNG

ANBAU

Die Arbeit beginnt in den heißen Monaten Juni und Juli und wird ohne Unterbrechung neun Monate fortgesetzt.
Das Saatgut wird in Saatanlagen ausgebracht und ist nach 45 Tagen bereit für die Umsetzung in die Tabakpflanzungen. 
Der Zeitraum zwischen Aussaat und dem Höhepunkt der Ernte beträgt 17 Wochen für den sogenannten Tabaco tapado für das Deckblatt und 16 Wochen für den an der Sonne angebauten Tabak für Einlage und Umblatt. Man schätzt, dass jeder Tabakpflanzer jede Pflanze während der gesamten Anbauzeit 150 mal überprüft.

ERNTE

Die Ernte ist eine mühsame Arbeit, da jedes Blatt einzeln per Hand verlesen wird. 
Es werden nur zwei oder drei Blätter gleichzeitig abgenommen und zwischen jeder Abnahme müssen einige Tage vergehen, womit das Abernten einer einzigen Pflanze insgesamt ca. 30 Tage dauert.

TROCKNUNG

Die abgeernteten Blätter werden in die "Tabakhäuser" der Pflanzer gebracht und dort an der Luft getrocknet. 
Es handelt sich um eine langsame und sorgfältige Trocknung, bei der Feuchtigkeit entzogen wird und wobei das Blatt nach und nach einen goldenen Farbton annimmt.
Die Blätter werden aneinandergereiht und nebeneinander an Stangen aufgehängt.
Sobald die Trocknung der Blätter voranschreitet, werden die Stangen in den oberen Teil der "Tabakhäuser" verlagert.

3- WEITERE VERARBEITUNG

Nach der Trocknung wird das abgetrockenete Blattgut in die Escogida (Auslese) gebracht.

ERSTE FERMENTATION 

In der Escogida werden die Blätter für Deckblatt, Einlage und Umblatt einer ersten natürlichen Fermentation unterzogen. Bei diesem Prozess wird der Geschmack der Einlageblätter weicher und die Farbe der Deckblätter einheitlicher.
Das Verfahren wird ständig überwacht, um die gewünschten Temperatur- und Feuchtigkeitsparameter einzuhalten.

AUSWAHL UND KLASSIFIZIERUNG

Alle Blätter müssen klassifiziert werden.
Für die Deckblätter gibt es eine Klassifizierung in über 50 verschiedene Kategorien, je nach Größe, Farbe und Textur, um sicherzustellen, dass eine Habano nur aus den besten Blättern gefertigt wird. Nach einer Ruhezeit werden die Deckblätter in Bündel gepackt, um im Anschluss daran, ähnlich wie ein sehr guten Wein, reifen zu können.

DESPALILLO (ENTFERNEN DER HAUPTRIPPE) UND ENDGÜLTIGE KLASSIFIZIERUNG

 Bei den Blättern für Einlage und Umblatt wird die Tabakrippe im unteren Teil der Hauptader (Mittelrippe) entfernt.  Gleichzeitig findet die endgültige Klassifizierung nach Größe und Eigenschaften statt. Danach werden die Blätter zwischen Bretter gelegt und "gebügelt".

ZWEITE FERMENTATION

Lediglich die Blätter für Einlage und Umblatt werden einer zweiten Fermentation unterzogen, bei der die Stangen größer sind und die Zeit der Fermentation länger als bei der ersten dauert.

REIFELAGERUNG

Nach der zweiten Fermentation werden die an der Sonne angebauten Blätter für Einlage und Umblatt in Behälter gepackt, die „pacas“ heißen, und in ein Reifungslager in Havanna gebracht, wo sie zusammen mit den verpackten Deckblättern in tercios (Ballen in Blätter der Königspalme verpackt) aufbewahrt und einem langen Alterungsprozess von bis zu drei Jahren unterzogen werden. Es ist wie bei einem guten Wein, je länger das Blatt gealtert ist, umso besser wird die Qualität.

FERTIGUNG DER HABANOS 

4- VORBEREITUNG DER DECKBLÄTTER

Die Zeit hat ihren Dienst getan und endlich ist das Blatt fertig, um seine Rolle bei der Fertigung einer Habano zu übernehmen. Sie findet in den legendären Tabakmanufakturen in Havanna statt, in denen sich der Herstellungsprozess in den letzten 200 Jahren kaum verändert hat.

BEFEUCHTUNG UND BELÜFTUNG

Die empfindlichen Deckblätter werden in der “Moja” genannten Abteilung vorbereitet.
Hier werden die Bündel von 40 oder 50 Blättern durch feines Besprühen mit Wasser angefeuchtet. Ziel dieses Verfahrens ist es, dem Blatt wieder sein seidiges und gleichförmiges Aussehen sowie seine Elastizität zu verleihen.
Die Blätter werden kräftig durch sorgfältiges Wedeln geschüttelt, um sie vom überschüssigen Wasser zu befreien und damit jeden möglichen Fleck zu vermeiden.
Danach werden sie in Rahmen gehängt und anschließend in Kammern gebracht, in denen eine kontrollierte relative Temperatur und Feuchtigkeit herrscht. Sie werden so lange gelüftet, bis die Feuchtigkeit gleichmäßig absorbiert ist.

ENTRIPPEN UND SORTIERUNG DER DECKBLÄTTER

Danach werden von hochqualifizierten Arbeitern in Handarbeit die Rippen entfernt und die Sortierung der Deckblätter durchgeführt.
Die Rippenentfernung (despalillo) besteht darin, mit einem sicheren Griff die Hauptrippe jedes Deckblatts zu entfernen und dadurch die Pflanze für die Sortierung in zwei Hälften zu trennen.
Der "Rezagador" gruppiert die Deckblätter in 20 definierte Größen und Schattierungen. Da in dieser Abteilung sehr viele Frauen arbeiten, bestätigt sich der volkstümliche Mythos, dass die Habanos auf den Schenkeln junger Frauen gerollt werden.

5- DIE BARAJITA

Die Blätter für Einlage und Umblatt werden sorgfältig aus ihren Behältern (pacas) genommen und geprüft. Wenn notwendig, werden sie gelüftet, um die überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen.

Ein außergewöhnliches Merkmal des cubanischen Tabaks liegt darin, dass eine so kleine Anbaufläche der Vegas Finas de Primera (Tabakpflanzungen erster Qualität) eine so große Vielfalt von Geschmack hervorbringen kann. Die Abteilung,  in der die "Ligadas" (die Tabakmischungen) zusammengestellt werden, wird auch “La Barajita”
genannt, da dieser Prozess der Zusammenstellung zu Blattgruppen wie das Mischen eines Kartenspiels aussieht.
Es besteht eine feste Verbindung zwischen der Fabrik und den Anbaugebieten, aus denen die Blätter für die in dieser Fabrik hergestellte Marke stammen. Es gehört in den Verantwortungsbereich des Maestro Ligador (Mischmeister), von dem täglich verwendeten Tabak eine Geschmacksprobe zu entnehmen. Er kennt die Mischung jeder Marke und Vitola, er ist der Hüter der Konsistenz.
Der Ligador stellt Lose in genauen Proportionen her und übergibt sie täglich den Torcedores, damit sie ihrer Arbeit nachgehen können.

6- LA GALERA DE TORCIDO

Drei Jahre nachdem das erste Blatt geerntet wurde, kommt endlich der Moment, in dem die Blätter zu einer Habano werden.
Es gibt vier verschiedene Kategorien der Torcedores (Cigarrenroller) und nur der der höchsten Kategorie darf die größeren und schwierig zu fertigenden Habanos fertigen.
Von den komplizierteren Vitolas (Formaten) werden am Tag lediglich 60 Stück von einem Torcedor gerollt.

Die Galera ist das Herzstück der Manufaktur. Hier stellen die Torcedores die verschiedenen Marken und Vitolas (Formate)  der Habanos her. 
Die einzigen Werkzeuge bei der manuellen Herstellung einer Cigarre sind:
-ein Brett (tabla),
-ein Messer (chaveta),
-eine Guillotine,
-ein Topf mit natürlichem Klebstoff,
-eine Messlehre (cepo),
- eine Hülse (casquillo)
und vor allem seine erfahrenen Hände, die von keiner Maschine ersetzt werden können.
Die meisten Torcedores sind Frauen. Wahrscheinlich ist dies das einzige, das sich bei dieser traditionellen Herstellung von Cigarren in Handarbeit geändert hat, wo viele Jahre Erfahrung notwendig sind, um Spitzenklasse zu erlangen.
Im Jahre 1865 wurde vorgeschlagen, dass die Torcedores ihrer Arbeit lieber nachgehen würden, wenn während der Arbeit vorgelesen wird. Damit wurde der Vorleser geschaffen.
Einige der in den Fabriken vorgelesenen Werke wie „Romeo und Julia“ und „Der Graf von Montecristo“ wurden so populär, dass man danach Marken von Habanos benannte.

7- DIE KUNST DER TORCEDORES

Die Torcedora legt vor sich zwei (manchmal drei) Blätter, die das Umblatt bilden. Danach gruppiert sie die Blätter der Einlage, biegt jedes Blatt und richtet es aus, um zu gewährleisten, dass der Rauch ohne Unterbrechung durchziehen kann. Das Blatt mit dem kräftigsten Geschmack und der langsamsten Brennbarkeit wird in die Mitte der restlichen Blätter gelegt.
Danach formt die Torcedora den "Bonche" (Puppe) durch Zusammenrollen der Blätter der Einlage mit denen des Umblatt. Die "Bonches" werden etwa 30 Minuten lang gepresst, um ihnen eine Form zu geben. Nach der Vorbereitung des Deckblattes wird der "Bonche" darauf gelegt und in das Deckblatt gewickelt. Mit großem Geschick wird das Deckblatt gedehnt, um ein einwandfreies  Aussehen zu erhalten.
Schließlich werden der "Gorro" (Kappe) aufgesetzt und die Cigarre mit der Guillotine auf das gewünschte Maß zugeschnitten.

8- QUALITÄTSKONTROLLE

Bei der Herstellung einer Habano in Handarbeit werden strenge Qualitätskontrollen angewandt.
Die Bündel werden von den "Galeras" in die Abteilung Qualitätskontrolle gebracht, wo Techniker die Cigarren auf ihr Gewicht, Länge, Dicke, Konsistenz, Herstellung und äußeres Erscheinungsbild prüfen, insbesondere wie gut das Deckblatt gedehnt und das Kopfstück (perilla) montiert ist.
Die Cigarren, die die erforderliche Qualität nicht erreichen, werden nicht zu Habanos.
Von der fertiggestellten Ware werden Stichproben entnommen. Die Cigarren werden geöffnet, um den Innenaufbau und die Einlage zu prüfen.
Die zuletzt eingeführte Technik zur Qualitätskontrolle ist eine Zugwiderstandsmaschine (máquina de tiro). Diese Maschine wird zur Prüfung des Rauchkanals der “Bonches” eingesetzt, bevor das Deckblatt umwickelt wird. Dieses System wurde Ende 2001 eingeführt und heute in allen Tabakfabriken in Cuba eingesetzt.
Außerdem hat jede Fabrik ein Team von Testern, das sich täglich trifft, die Cigarren kostet und beurteilt.

9- ESCAPARATE

Sobald die Fertigung beendet ist und noch bevor die Cigarren in Kisten verpackt werden,   werden sie gruppiert nach Marken und Vitolas in das "Escaparate" (Schauraum) gestellt. Man lässt sie dort in mit Zedernholz ausgekleideten Fächern ruhen, um die überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen, die sie während der Fertigung aufgenommen haben. Je länger sie hier bleiben, umso besser. Die Temperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius mit einer relativen Feuchtigkeit zwischen 65 und 70 Prozent.
Diese Umgebung ist frischer und trockener als das in Cuba übliche Klima.
Das Escaparate wird häufig auch Schatzkammer genannt,  weil es der Ort ist, in dem der Reichtum der Fabrik aufbewahrt wird.

10- FERTIGSTELLUNG 

FARBAUSWAHL 
In der "Escogida" (Auslese) werden die Blätter zuerst nach Farben und Farbtönen in einem Muster von Spalten und Reihen gruppiert, wobei es leicht über 60 Schattierungen geben kann.
Es wird sehr sorgfältig darauf geachtet, dass alle Cigarren in einer Kiste exakt den gleichen Farbton haben.
In einer zweiten Auswahl werden die Cigarren innerhalb jeder Farbschattierung ausgewählt und in der Kiste von dem dunkelsten Farbton bis zum hellsten von links nach rechts angeordnet.

ANILLADO
Anillador wird die Person genannt, die sehr sorgfältig den Ring (Bauchbinde) um jede Cigarre legt und diese wieder in die Kiste zurücklegt, wobei immer die vom Escogedor vorher festgelegte Reihenfolge eingehalten wird. Sämtliche Ringe werden genau ausgerichtet und die vom Escogedor gewählte Vorderseite respektiert.

FILETEADO
Die Habanoskisten werden in Handarbeit dekoriert. Die Originaldekorationen heißen "Habilitaciones" und wurden in Cuba zum ersten Mal verwendet. Jedes Etikett hat seinen eigenen Namen und einige werden erst nach dem Füllen der Kiste angebracht.

UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE

Verschiedene Erkennungszeichen weist jede Habanos-Kiste auf. Da ist zum einen
das “Sello de Garantía Nacional de Procedencia de la República de Cuba” (Siegel der garantierten Herkunft aus der Republik Cuba).
Dieses grüne Siegel wurde 1889 eingeführt. Im Jahr 1912 erhielt es von der Regierung von Cuba ein neues Design. Seit dem Jahr 2000 ist als Kontrollmaßnahme eine Seriennummer angebracht.
Ein weiteres Erkennungszeichen ist das Siegel “Denominación de Origen”  (Geschützte Herkunftsbezeichnung) der Habanos, das auf die rechte obere Ecke der Kiste geklebt wird und bescheinigt, dass diese Cigarren mit der Ursprungsbezeichnung “Habanos” geschützt und garantiert sind.
Auf dem Boden der Kiste wird die Fertigungsmethode dieser Habanos angegeben:
-totalmente a mano - tripa larga (vollständig von Hand gefertigter Longfiller),
-totalmente a mano - tripa corta (vollständig von Hand gefertigter Shortfiller),
-und mecanizado - maschinell herstellt

Einige Generalimporteure von Habanos, wie die 5TH Avenue Products Trading-GmbH als offizieller Alleinimporteur für Deutschland, verwenden zusätzlich noch ein weiteres Siegel.

DER GENUSS
 
11- AUFBEWAHRUNG UND ALTERUNG

Die Wahl ist niemals einfach, wenn man überlegt, dass es über 240 verschiedene Cigarren und 33 Marken von Habanos gibt, jede Cigarre mit ihrem eigenen Charakter.
Sobald Sie die Marke und das Format gewählt haben, die Sie kaufen wollen, müssen Sie gewisse Aspekte in Betracht ziehen.
Das Deckblatt muss schön aussehen, die Farbe muss über die Cigarre gleichförmig sein. Das Deckblatt sollte etwas Glanz haben. 

Wie ein guter Wein können Habanos über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr aufbewahrt werden. Ebenfalls wie ein guter Wein, werden sie mit den Jahren immer besser.
Sie müssen bei einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 70% gelagert werden.

Zur Lagerung und Alterung der Habanos benötigt man einen Humidor, in dem die feuchte Luft zirkulieren kann. 
Ein Humidor muss immer über eine Quelle verfügen, die die Feuchtigkeit erzeugt und kontrolliert. Es lohnt sich, die Aufbewahrung und Alterung der Habanos den Spezialgeschäften zu überlassen, aber sofern Sie es wünschen, können Sie dies auch zu Hause tun.

12- DAS RAUCHEN 

AUSWAHL 
 
 Für Personen, die mit dem Rauchen von Habanos beginnen, empfiehlt es sich, mit den weniger kräftigen Marken zu beginnen und mit einem Format wie Marevas und Panetelas, deren Geschmack leichter ist.

Für die erfahrenen Raucher ist das beste Auswahlkriterium die Zeit, die sie haben, um ihre Habano zu genießen.

Tasten Sie die Cigarre sanft ab und drücken Sie sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger, dann erkennen Sie ihren Zustand. Bei der Berührung muss sie sich fest, aber nicht hart anfühlen. 
Genießen Sie das Aroma eines gut getrockneten Blattes, das Ihnen ankündigt, welchen Geschmack Sie danach genießen werden.

ANSCHNEIDEN

Eine Habano soll genau über der Linie geschnitten werden, wo sich Kappe und Deckblatt vereinen. Ziel ist es, eine Öffnung zu schaffen, die groß genug für einen guten Zug ist, ohne dass sich das Deckblatt löst. 

ANZÜNDEN

Hier müssen zwei Grundprinzipien befolgt werden:
Zünden Sie Ihre Cigarre mit einer geruchlosen Flamme an:
Am besten geeignet sind lange Streichhölzer oder Zedernspäne. Wenn Sie das nicht haben, können Sie auch ein Butangasfeuerzeug verwenden.

Das zweite Prinzip: nehmen Sie sich Zeit. Halten Sie das Mundstück der Habano in einem Winkel von etwa 90 Grad zur Flamme und drehen Sie es so lange, bis die Oberfläche gleichmäßig angebrannt ist. 

Nehmen Sie die Cigarre zwischen Ihre Lippen, halten Sie die Flamme einen Zentimeter vom Mundstück der Habano entfernt und ziehen Sie so lange, bis die Flamme die Cigarre erreicht hat. Drehen sie dabei die Cigarre ständig weiter.
Blasen Sie ganz leicht auf den angezündeten Teil der Cigarre, um sicher zu gehen, dass sie gleichmäßig angezündet ist.

RAUCHEN

Inhalieren Sie den Rauch nicht - Sie rauchen keine Zigarette. Ziehen Sie so lange, bis der Rauch Ihren Mund füllt und Ihre Geschmacksnerven ergötzt.
Entspannen Sie sich und genießen Sie den subtilen Geschmack und das Aroma dieser Habano.

Verschieben und entfernen Sie den Ring nicht, denn Sie laufen Gefahr, das Deckblatt zu beschädigen und könnten damit Ihre Cigarre ruinieren.
Geht Ihre Habano aus, ist es kein Problem sie wieder anzuzünden. Allerdings müssen sie zunächst die lose Asche entfernen, sonst wird es schwierig, sie wieder anzuzünden.

DER ABSCHIED

Wie der beste Wein, ist eine Habano ein Meisterwerk, das in perfekter Tradition hergestellt wird. 
Wenn Sie Ihre Habano ausmachen, drücken Sie sie nicht aus. Lassen Sie sie auf dem Aschenbecher ruhen, sie geht von selbst aus. Erlauben Sie es ihr, in Würde zu vergehen.

1- DAS TABAKPARADIES Auf der Welt gibt es ohne Zweifel nur wenige Dinge, die zum Besten in ihrer Art zählen. Eines davon ist die Habano – die Havanna-Cigarre. An wenigen... mehr erfahren »
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1- DAS TABAKPARADIES

Auf der Welt gibt es ohne Zweifel nur wenige Dinge, die zum Besten in ihrer Art zählen.
Eines davon ist die Habano – die Havanna-Cigarre.

An wenigen Orten der Welt werden so herausragende Tabake angebaut wie in Cuba. Aber selbst hier gibt es nur wenige Gebiete, die sich für den Anbau von Tabaken aus denen eine Habano gefertigt wird, eignen. 

TABAKANBAUGEBIETE

In Cuba gibt es vier Tabakregionen, in denen der Tabak geerntet wird, der für die mit der Ursprungsbezeichnung “Habano” geschützten Cigarren verwendet wird. Vuelta Arriba, Partido, Semi Vuelta und Vuelta Abajo
In dieser letztgenannten Region in der Provinz Pinar del Río werden die Tabake angebaut, die zum Besten der Welt zählen. Cuba besitzt eine einmalige Kombination von Klima und Bodenbeschaffenheit, die es an keinem anderen Ort der Welt gibt.

ART DES ANBAUS

Tabakpflanzen werden auf zwei verschiedene Arten angebaut, je nachdem, wofür die Tabakblätter später verwendet werden sollen. 

Die Deckblätter werden auf sogenannten Feldern des “Tabaco Tapado” (abgedeckten Feldern) angebaut. Diese Pflanzungen werden durch einen dünnen Stoff vor der Sonne geschützt, um eine weiche und glatte Textur des Blattes zu erreichen. 
Die unteren Blätter ergeben ein helleres Deckblatt.
Die oberen Blätter ergeben ein dunkleres Deckblatt. .

 Die Blätter für Einlage und Umblatt (Capote) werden unter voller Sonneneinstrahlung angebaut. Man unterscheidet drei Hauptarten:
Der  Ligero ist der kräftigste Tabak und gibt der Cigarre die geschmackliche Stärke. Er befindet sich am oberen Teil der Pflanze
Der Seco ist mittelkräftig und besonders wichtig für das Aroma.
Der  Volado befindet sich am unteren Teil der Pflanze und ist am wenigsten kräftig. Er wird  wegen seiner Brennbarkeit und seiner Funktion als Umblatt besonders geschätzt.

2- ANBAU, ERNTE UND TROCKNUNG

ANBAU

Die Arbeit beginnt in den heißen Monaten Juni und Juli und wird ohne Unterbrechung neun Monate fortgesetzt.
Das Saatgut wird in Saatanlagen ausgebracht und ist nach 45 Tagen bereit für die Umsetzung in die Tabakpflanzungen. 
Der Zeitraum zwischen Aussaat und dem Höhepunkt der Ernte beträgt 17 Wochen für den sogenannten Tabaco tapado für das Deckblatt und 16 Wochen für den an der Sonne angebauten Tabak für Einlage und Umblatt. Man schätzt, dass jeder Tabakpflanzer jede Pflanze während der gesamten Anbauzeit 150 mal überprüft.

ERNTE

Die Ernte ist eine mühsame Arbeit, da jedes Blatt einzeln per Hand verlesen wird. 
Es werden nur zwei oder drei Blätter gleichzeitig abgenommen und zwischen jeder Abnahme müssen einige Tage vergehen, womit das Abernten einer einzigen Pflanze insgesamt ca. 30 Tage dauert.

TROCKNUNG

Die abgeernteten Blätter werden in die "Tabakhäuser" der Pflanzer gebracht und dort an der Luft getrocknet. 
Es handelt sich um eine langsame und sorgfältige Trocknung, bei der Feuchtigkeit entzogen wird und wobei das Blatt nach und nach einen goldenen Farbton annimmt.
Die Blätter werden aneinandergereiht und nebeneinander an Stangen aufgehängt.
Sobald die Trocknung der Blätter voranschreitet, werden die Stangen in den oberen Teil der "Tabakhäuser" verlagert.

3- WEITERE VERARBEITUNG

Nach der Trocknung wird das abgetrockenete Blattgut in die Escogida (Auslese) gebracht.

ERSTE FERMENTATION 

In der Escogida werden die Blätter für Deckblatt, Einlage und Umblatt einer ersten natürlichen Fermentation unterzogen. Bei diesem Prozess wird der Geschmack der Einlageblätter weicher und die Farbe der Deckblätter einheitlicher.
Das Verfahren wird ständig überwacht, um die gewünschten Temperatur- und Feuchtigkeitsparameter einzuhalten.

AUSWAHL UND KLASSIFIZIERUNG

Alle Blätter müssen klassifiziert werden.
Für die Deckblätter gibt es eine Klassifizierung in über 50 verschiedene Kategorien, je nach Größe, Farbe und Textur, um sicherzustellen, dass eine Habano nur aus den besten Blättern gefertigt wird. Nach einer Ruhezeit werden die Deckblätter in Bündel gepackt, um im Anschluss daran, ähnlich wie ein sehr guten Wein, reifen zu können.

DESPALILLO (ENTFERNEN DER HAUPTRIPPE) UND ENDGÜLTIGE KLASSIFIZIERUNG

 Bei den Blättern für Einlage und Umblatt wird die Tabakrippe im unteren Teil der Hauptader (Mittelrippe) entfernt.  Gleichzeitig findet die endgültige Klassifizierung nach Größe und Eigenschaften statt. Danach werden die Blätter zwischen Bretter gelegt und "gebügelt".

ZWEITE FERMENTATION

Lediglich die Blätter für Einlage und Umblatt werden einer zweiten Fermentation unterzogen, bei der die Stangen größer sind und die Zeit der Fermentation länger als bei der ersten dauert.

REIFELAGERUNG

Nach der zweiten Fermentation werden die an der Sonne angebauten Blätter für Einlage und Umblatt in Behälter gepackt, die „pacas“ heißen, und in ein Reifungslager in Havanna gebracht, wo sie zusammen mit den verpackten Deckblättern in tercios (Ballen in Blätter der Königspalme verpackt) aufbewahrt und einem langen Alterungsprozess von bis zu drei Jahren unterzogen werden. Es ist wie bei einem guten Wein, je länger das Blatt gealtert ist, umso besser wird die Qualität.

FERTIGUNG DER HABANOS 

4- VORBEREITUNG DER DECKBLÄTTER

Die Zeit hat ihren Dienst getan und endlich ist das Blatt fertig, um seine Rolle bei der Fertigung einer Habano zu übernehmen. Sie findet in den legendären Tabakmanufakturen in Havanna statt, in denen sich der Herstellungsprozess in den letzten 200 Jahren kaum verändert hat.

BEFEUCHTUNG UND BELÜFTUNG

Die empfindlichen Deckblätter werden in der “Moja” genannten Abteilung vorbereitet.
Hier werden die Bündel von 40 oder 50 Blättern durch feines Besprühen mit Wasser angefeuchtet. Ziel dieses Verfahrens ist es, dem Blatt wieder sein seidiges und gleichförmiges Aussehen sowie seine Elastizität zu verleihen.
Die Blätter werden kräftig durch sorgfältiges Wedeln geschüttelt, um sie vom überschüssigen Wasser zu befreien und damit jeden möglichen Fleck zu vermeiden.
Danach werden sie in Rahmen gehängt und anschließend in Kammern gebracht, in denen eine kontrollierte relative Temperatur und Feuchtigkeit herrscht. Sie werden so lange gelüftet, bis die Feuchtigkeit gleichmäßig absorbiert ist.

ENTRIPPEN UND SORTIERUNG DER DECKBLÄTTER

Danach werden von hochqualifizierten Arbeitern in Handarbeit die Rippen entfernt und die Sortierung der Deckblätter durchgeführt.
Die Rippenentfernung (despalillo) besteht darin, mit einem sicheren Griff die Hauptrippe jedes Deckblatts zu entfernen und dadurch die Pflanze für die Sortierung in zwei Hälften zu trennen.
Der "Rezagador" gruppiert die Deckblätter in 20 definierte Größen und Schattierungen. Da in dieser Abteilung sehr viele Frauen arbeiten, bestätigt sich der volkstümliche Mythos, dass die Habanos auf den Schenkeln junger Frauen gerollt werden.

5- DIE BARAJITA

Die Blätter für Einlage und Umblatt werden sorgfältig aus ihren Behältern (pacas) genommen und geprüft. Wenn notwendig, werden sie gelüftet, um die überschüssige Feuchtigkeit zu entziehen.

Ein außergewöhnliches Merkmal des cubanischen Tabaks liegt darin, dass eine so kleine Anbaufläche der Vegas Finas de Primera (Tabakpflanzungen erster Qualität) eine so große Vielfalt von Geschmack hervorbringen kann. Die Abteilung,  in der die "Ligadas" (die Tabakmischungen) zusammengestellt werden, wird auch “La Barajita”
genannt, da dieser Prozess der Zusammenstellung zu Blattgruppen wie das Mischen eines Kartenspiels aussieht.
Es besteht eine feste Verbindung zwischen der Fabrik und den Anbaugebieten, aus denen die Blätter für die in dieser Fabrik hergestellte Marke stammen. Es gehört in den Verantwortungsbereich des Maestro Ligador (Mischmeister), von dem täglich verwendeten Tabak eine Geschmacksprobe zu entnehmen. Er kennt die Mischung jeder Marke und Vitola, er ist der Hüter der Konsistenz.
Der Ligador stellt Lose in genauen Proportionen her und übergibt sie täglich den Torcedores, damit sie ihrer Arbeit nachgehen können.

6- LA GALERA DE TORCIDO

Drei Jahre nachdem das erste Blatt geerntet wurde, kommt endlich der Moment, in dem die Blätter zu einer Habano werden.
Es gibt vier verschiedene Kategorien der Torcedores (Cigarrenroller) und nur der der höchsten Kategorie darf die größeren und schwierig zu fertigenden Habanos fertigen.
Von den komplizierteren Vitolas (Formaten) werden am Tag lediglich 60 Stück von einem Torcedor gerollt.

Die Galera ist das Herzstück der Manufaktur. Hier stellen die Torcedores die verschiedenen Marken und Vitolas (Formate)  der Habanos her. 
Die einzigen Werkzeuge bei der manuellen Herstellung einer Cigarre sind:
-ein Brett (tabla),
-ein Messer (chaveta),
-eine Guillotine,
-ein Topf mit natürlichem Klebstoff,
-eine Messlehre (cepo),
- eine Hülse (casquillo)
und vor allem seine erfahrenen Hände, die von keiner Maschine ersetzt werden können.
Die meisten Torcedores sind Frauen. Wahrscheinlich ist dies das einzige, das sich bei dieser traditionellen Herstellung von Cigarren in Handarbeit geändert hat, wo viele Jahre Erfahrung notwendig sind, um Spitzenklasse zu erlangen.
Im Jahre 1865 wurde vorgeschlagen, dass die Torcedores ihrer Arbeit lieber nachgehen würden, wenn während der Arbeit vorgelesen wird. Damit wurde der Vorleser geschaffen.
Einige der in den Fabriken vorgelesenen Werke wie „Romeo und Julia“ und „Der Graf von Montecristo“ wurden so populär, dass man danach Marken von Habanos benannte.

7- DIE KUNST DER TORCEDORES

Die Torcedora legt vor sich zwei (manchmal drei) Blätter, die das Umblatt bilden. Danach gruppiert sie die Blätter der Einlage, biegt jedes Blatt und richtet es aus, um zu gewährleisten, dass der Rauch ohne Unterbrechung durchziehen kann. Das Blatt mit dem kräftigsten Geschmack und der langsamsten Brennbarkeit wird in die Mitte der restlichen Blätter gelegt.
Danach formt die Torcedora den "Bonche" (Puppe) durch Zusammenrollen der Blätter der Einlage mit denen des Umblatt. Die "Bonches" werden etwa 30 Minuten lang gepresst, um ihnen eine Form zu geben. Nach der Vorbereitung des Deckblattes wird der "Bonche" darauf gelegt und in das Deckblatt gewickelt. Mit großem Geschick wird das Deckblatt gedehnt, um ein einwandfreies  Aussehen zu erhalten.
Schließlich werden der "Gorro" (Kappe) aufgesetzt und die Cigarre mit der Guillotine auf das gewünschte Maß zugeschnitten.

8- QUALITÄTSKONTROLLE

Bei der Herstellung einer Habano in Handarbeit werden strenge Qualitätskontrollen angewandt.
Die Bündel werden von den "Galeras" in die Abteilung Qualitätskontrolle gebracht, wo Techniker die Cigarren auf ihr Gewicht, Länge, Dicke, Konsistenz, Herstellung und äußeres Erscheinungsbild prüfen, insbesondere wie gut das Deckblatt gedehnt und das Kopfstück (perilla) montiert ist.
Die Cigarren, die die erforderliche Qualität nicht erreichen, werden nicht zu Habanos.
Von der fertiggestellten Ware werden Stichproben entnommen. Die Cigarren werden geöffnet, um den Innenaufbau und die Einlage zu prüfen.
Die zuletzt eingeführte Technik zur Qualitätskontrolle ist eine Zugwiderstandsmaschine (máquina de tiro). Diese Maschine wird zur Prüfung des Rauchkanals der “Bonches” eingesetzt, bevor das Deckblatt umwickelt wird. Dieses System wurde Ende 2001 eingeführt und heute in allen Tabakfabriken in Cuba eingesetzt.
Außerdem hat jede Fabrik ein Team von Testern, das sich täglich trifft, die Cigarren kostet und beurteilt.

9- ESCAPARATE

Sobald die Fertigung beendet ist und noch bevor die Cigarren in Kisten verpackt werden,   werden sie gruppiert nach Marken und Vitolas in das "Escaparate" (Schauraum) gestellt. Man lässt sie dort in mit Zedernholz ausgekleideten Fächern ruhen, um die überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen, die sie während der Fertigung aufgenommen haben. Je länger sie hier bleiben, umso besser. Die Temperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius mit einer relativen Feuchtigkeit zwischen 65 und 70 Prozent.
Diese Umgebung ist frischer und trockener als das in Cuba übliche Klima.
Das Escaparate wird häufig auch Schatzkammer genannt,  weil es der Ort ist, in dem der Reichtum der Fabrik aufbewahrt wird.

10- FERTIGSTELLUNG 

FARBAUSWAHL 
In der "Escogida" (Auslese) werden die Blätter zuerst nach Farben und Farbtönen in einem Muster von Spalten und Reihen gruppiert, wobei es leicht über 60 Schattierungen geben kann.
Es wird sehr sorgfältig darauf geachtet, dass alle Cigarren in einer Kiste exakt den gleichen Farbton haben.
In einer zweiten Auswahl werden die Cigarren innerhalb jeder Farbschattierung ausgewählt und in der Kiste von dem dunkelsten Farbton bis zum hellsten von links nach rechts angeordnet.

ANILLADO
Anillador wird die Person genannt, die sehr sorgfältig den Ring (Bauchbinde) um jede Cigarre legt und diese wieder in die Kiste zurücklegt, wobei immer die vom Escogedor vorher festgelegte Reihenfolge eingehalten wird. Sämtliche Ringe werden genau ausgerichtet und die vom Escogedor gewählte Vorderseite respektiert.

FILETEADO
Die Habanoskisten werden in Handarbeit dekoriert. Die Originaldekorationen heißen "Habilitaciones" und wurden in Cuba zum ersten Mal verwendet. Jedes Etikett hat seinen eigenen Namen und einige werden erst nach dem Füllen der Kiste angebracht.

UNTERSCHEIDUNGSMERKMALE

Verschiedene Erkennungszeichen weist jede Habanos-Kiste auf. Da ist zum einen
das “Sello de Garantía Nacional de Procedencia de la República de Cuba” (Siegel der garantierten Herkunft aus der Republik Cuba).
Dieses grüne Siegel wurde 1889 eingeführt. Im Jahr 1912 erhielt es von der Regierung von Cuba ein neues Design. Seit dem Jahr 2000 ist als Kontrollmaßnahme eine Seriennummer angebracht.
Ein weiteres Erkennungszeichen ist das Siegel “Denominación de Origen”  (Geschützte Herkunftsbezeichnung) der Habanos, das auf die rechte obere Ecke der Kiste geklebt wird und bescheinigt, dass diese Cigarren mit der Ursprungsbezeichnung “Habanos” geschützt und garantiert sind.
Auf dem Boden der Kiste wird die Fertigungsmethode dieser Habanos angegeben:
-totalmente a mano - tripa larga (vollständig von Hand gefertigter Longfiller),
-totalmente a mano - tripa corta (vollständig von Hand gefertigter Shortfiller),
-und mecanizado - maschinell herstellt

Einige Generalimporteure von Habanos, wie die 5TH Avenue Products Trading-GmbH als offizieller Alleinimporteur für Deutschland, verwenden zusätzlich noch ein weiteres Siegel.

DER GENUSS
 
11- AUFBEWAHRUNG UND ALTERUNG

Die Wahl ist niemals einfach, wenn man überlegt, dass es über 240 verschiedene Cigarren und 33 Marken von Habanos gibt, jede Cigarre mit ihrem eigenen Charakter.
Sobald Sie die Marke und das Format gewählt haben, die Sie kaufen wollen, müssen Sie gewisse Aspekte in Betracht ziehen.
Das Deckblatt muss schön aussehen, die Farbe muss über die Cigarre gleichförmig sein. Das Deckblatt sollte etwas Glanz haben. 

Wie ein guter Wein können Habanos über einen Zeitraum von 15 Jahren und mehr aufbewahrt werden. Ebenfalls wie ein guter Wein, werden sie mit den Jahren immer besser.
Sie müssen bei einer Temperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 70% gelagert werden.

Zur Lagerung und Alterung der Habanos benötigt man einen Humidor, in dem die feuchte Luft zirkulieren kann. 
Ein Humidor muss immer über eine Quelle verfügen, die die Feuchtigkeit erzeugt und kontrolliert. Es lohnt sich, die Aufbewahrung und Alterung der Habanos den Spezialgeschäften zu überlassen, aber sofern Sie es wünschen, können Sie dies auch zu Hause tun.

12- DAS RAUCHEN 

AUSWAHL 
 
 Für Personen, die mit dem Rauchen von Habanos beginnen, empfiehlt es sich, mit den weniger kräftigen Marken zu beginnen und mit einem Format wie Marevas und Panetelas, deren Geschmack leichter ist.

Für die erfahrenen Raucher ist das beste Auswahlkriterium die Zeit, die sie haben, um ihre Habano zu genießen.

Tasten Sie die Cigarre sanft ab und drücken Sie sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger, dann erkennen Sie ihren Zustand. Bei der Berührung muss sie sich fest, aber nicht hart anfühlen. 
Genießen Sie das Aroma eines gut getrockneten Blattes, das Ihnen ankündigt, welchen Geschmack Sie danach genießen werden.

ANSCHNEIDEN

Eine Habano soll genau über der Linie geschnitten werden, wo sich Kappe und Deckblatt vereinen. Ziel ist es, eine Öffnung zu schaffen, die groß genug für einen guten Zug ist, ohne dass sich das Deckblatt löst. 

ANZÜNDEN

Hier müssen zwei Grundprinzipien befolgt werden:
Zünden Sie Ihre Cigarre mit einer geruchlosen Flamme an:
Am besten geeignet sind lange Streichhölzer oder Zedernspäne. Wenn Sie das nicht haben, können Sie auch ein Butangasfeuerzeug verwenden.

Das zweite Prinzip: nehmen Sie sich Zeit. Halten Sie das Mundstück der Habano in einem Winkel von etwa 90 Grad zur Flamme und drehen Sie es so lange, bis die Oberfläche gleichmäßig angebrannt ist. 

Nehmen Sie die Cigarre zwischen Ihre Lippen, halten Sie die Flamme einen Zentimeter vom Mundstück der Habano entfernt und ziehen Sie so lange, bis die Flamme die Cigarre erreicht hat. Drehen sie dabei die Cigarre ständig weiter.
Blasen Sie ganz leicht auf den angezündeten Teil der Cigarre, um sicher zu gehen, dass sie gleichmäßig angezündet ist.

RAUCHEN

Inhalieren Sie den Rauch nicht - Sie rauchen keine Zigarette. Ziehen Sie so lange, bis der Rauch Ihren Mund füllt und Ihre Geschmacksnerven ergötzt.
Entspannen Sie sich und genießen Sie den subtilen Geschmack und das Aroma dieser Habano.

Verschieben und entfernen Sie den Ring nicht, denn Sie laufen Gefahr, das Deckblatt zu beschädigen und könnten damit Ihre Cigarre ruinieren.
Geht Ihre Habano aus, ist es kein Problem sie wieder anzuzünden. Allerdings müssen sie zunächst die lose Asche entfernen, sonst wird es schwierig, sie wieder anzuzünden.

DER ABSCHIED

Wie der beste Wein, ist eine Habano ein Meisterwerk, das in perfekter Tradition hergestellt wird. 
Wenn Sie Ihre Habano ausmachen, drücken Sie sie nicht aus. Lassen Sie sie auf dem Aschenbecher ruhen, sie geht von selbst aus. Erlauben Sie es ihr, in Würde zu vergehen.

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